20 Jahre Verein PEP
06.05.2026
Wir feiern dieses Jahr unser 20-jähriges Jubiläum und sind stolz auf das Erreichte.
Der Verein PEP feiert sein 20-jähriges Jubiläum und ist stolz auf das Erreichte: Wir sind zu einer professionellen Organisation herangewachsen, sind Ansprechpartner für Organisationen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung, setzen inhaltlich anspruchsvolle Angebote erfolgreich um und entwickeln uns laufend weiter!
1999: Wie alles begann
Bereits 1999 wurde das Projekt «Prävention Essstörungen Praxisnah» kurz PEP, von der Fachärztin Dr. Bettina Isenschmid und der Lehrperson Sandra Steiner am Inselspital Bern ins Leben gerufen. Das Ziel des Projekts war – neben der Behandlung von Essstörungen – ein Präventionsangebot zur Information und Sensibilisierung, sowie ein niederschwelliges Beratungsangebot für Betroffene von Essstörungen und deren Umfeld aufzubauen.
2004: Weiterentwicklung des Projekts
Im Jahr 2004 übernahm Brigitte Rychen, heute Leiterin der Fachstelle PEP, das Angebot zur Information und Sensibilisierung und entwickelte es weiter: Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge galt es, bei der Prävention von Essstörungen, Faktoren wie ein tiefes Selbstwertgefühl, Schwierigkeiten im Umgang mit Emotionen oder die Unzufriedenheit mit dem Körper zu berücksichtigen, und weniger auf das Störungsbild als solches zu fokussieren. Schon damals standen bei PEP die Förderung von psychischer Gesundheit und die Stärkung von Kompetenzen im Zentrum.
2005: Neuer Partner an Bord
2005 kam Brigitte Rychen mit der Firma Dove in Kontakt. Dove war daran interessiert, ihr Projekt Bodytalk (Workshops zur Förderung des Selbstwertgefühls bei Mädchen) in der Schweiz zu lancieren. Die Workshops wurden in anderen Ländern, zum Beispiel in Deutschland und in Österreich, bereits erfolgreich umgesetzt. PEP erwies sich für Dove als geeigneter Partner. Für die Kooperation wurde PEP Suisse als Dachorganisation gegründet, unterstützt durch Lis Curti. Später wurde die Zusammenarbeit mit der Firma Dove von der Fachstelle PEP übernommen und PEP Suisse wieder aufgelöst.
2006: Gründung des Vereins PEP
Da weitere Mitarbeitende benötigt wurden, musste eine Organisationsform gefunden werden, die Anstellungen ermöglichte. Im September 2006 wurde daher der Verein PEP gegründet. Das Präsidium des Vereins übernahm Dr. Bettina Isenschmid. Mit der Vereinsgründung wurde auch die Fachstelle PEP geschaffen und von Brigitte Rychen zusammen mit Thea Rytz aufgebaut. Nach dem Rücktritt von Sandra Steiner übernahm Brigitte Rychen die Leitung der niederschwelligen Beratung. Bis heute leitet sie dieses Angebot zusammen mit Roland Müller, der für die Beratung von Jungen und Männern verantwortlich ist.
2008: Neues Angebot – Papperla PEP
2008 begann Thea Rytz mit der Entwicklung eines Präventionsangebots für MultiplikatorInnen, die mit Kindern im Alter von 4-8 Jahren arbeiten. Mit diesem Angebot sollten nebst den Jugendlichen, weitere Altersgruppen erreicht werden. Das neue Angebot Papperla PEP wurde zunächst von der nationalen Projektförderstelle Suisse Balance unterstützt und anschliessend in die kantonalen Aktionsprogramme Ernährung und Bewegung der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz integriert. Seither wird Papperla PEP mit Erfolg umgesetzt, multipliziert und stetig weiterentwickelt. ERgänzend wurde später das Angebot Papperla PEP Junior für 0-4-Jährige entwickelt.
2005-2009: Bodytalk PEP wächst
Von 2005 bis 2009 wurden die Inhalte von Bodytalk basierend auf den Dove-Workshops zu Bodytalk PEP weiterentwickelt und später durch Bodytalk PEP Junior ergänzt. 2009 integrierte die damalige Projektförderstelle Suisse Balance Bodytalk PEP als Angebot für Jugendliche in die Kantone. Seither setzt PEP jedes Jahr über 100 Workshops in der Deutschschweiz um.
«Der inhaltliche Fokus der PEP-Angebote lag von Anfang an auf der Stärkung von psychischen Kompetenzen. Dieser ist heute ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Massnahmen von Gesundheitsförderung Schweiz zur Förderung von psychischer Gesundheit bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.» Brigitte Rychen, Leiterin Fachstelle PEP
2013: Healthy Body Image (HBI) – eine schweizweite Bewegung
Mit der Umsetzung, Auseinandersetzung und Weiterentwicklung der eigenen Angebote, hat sich PEP bei Gesundheitsförderung Schweiz immer wieder für die Stärkung eines positiven Körperbilds bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Daraus entstand die «Healthy Body Image-Bewegung» in der Schweiz. Seit 2013 sind PEP und Gesundheitsförderung Schweiz mit diesem Thema schweizweit unterwegs und konnte einiges bewegen.
2014: Ein weiteres Angebot kommt dazu – PEP Gemeinsam Essen
Mit PEP-Gemeinsam Essen, einem Angebot, das eine achtsame Ess- und Tischkultur in familienergänzenden Tagesstrukturen fördert, entwickelte Thea Rytz mit ihrem Team ein weiteres, wertvolles Angebot. Zwischen 2014 und 2015 wurde das Handbuch PEP-Gemeinsam Essen auf Deutsch und Italienisch veröffentlicht. Die Teamweiterbildungen stossen bei Teams von Kitas und Tagesschulen auf reges Interesse.
2017: Fourchette Verte
Fourchette verte ist das «jüngste Kind» von PEP und wurde auf Anfrage des Kanton Berns 2017 in die Fachstelle PEP integriert. Seitens PEP basierend auf der Idee, dass sich Fourchette Verte und PEP-Gemeinsam Essen gut ergänzen könnten. Die Integration ist gut gelungen und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Angeboten zielt in die richtige Richtung. Seit 2025 gehört das Senior@home zum Angebot von Fourchette Verte im Kanton Bern.
2018: Verstärkter Fokus auf die psychische Gesundheit
Mit der Integration der Angebote Papperla PEP, Bodytalk PEP sowie PEP Gemeinsam Essen in das Modul C (Förderung psychischer Gesundheit) von Gesundheitsförderung Schweiz, richtete PEP die Angebote noch verstärkter auf die Förderung von psychischer Gesundheit aus. Seit 2018 wird PEP im Rahmen der Angebotsförderung von Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt. Die Angebote werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.
Wachstum zeigt PEP Grenzen auf
PEP hat sich zunächst als Projekt und später als Verein und als Fachstelle stetig weiterentwickelt. Seit der Vereinsgründung begleitet ein Vorstand die Entwicklung und das Wachstum. So sehr das inhaltliche Wachstum und die Umsetzung der Angebote Freude machte, tauchten mit dem Wachstum zunehmend neue Themen und Fragen auf. Der administrative Aufwand stieg und stieg. Was lange «handglänk mal pi» gehandhabt werden konnte, funktionierte nicht mehr. Der Verein und die Fachstelle PEP mussten professioneller werden. Zum einen mit Blick auf interne Abläufe und gegenüber Geldgebern und zum anderen, um gesetzliche Vorgaben einzuhalten und zu erfüllen. Dazu kamen immer wieder fehlendes Know How und finanzielle Herausforderungen. Jahr für Jahr mussten Anträge geschrieben und eingereicht werden. Das beanspruchte viele personelle und zeitliche Ressourcen, die nur teils vorhanden waren. Entscheide der Geldgeber, ob die Unterstützung auch im neuen Jahr wieder gesprochen werden kann, erfolgten oftmals erst kurz vor Ende des laufenden Jahres. Dies führte zu Unsicherheiten bei einem so oder so schon geringen Budget. Diese Umstände brachten sowohl Vorstandsmitglieder, als auch die Fachstellenleitung immer wieder an ihre Grenzen.
WIR SIND PEP!
2018 startete der Vorstand, präsidiert von Sophie Frei als Nachfolgerin von Bettina Isenschmid, zusammen mit der Fachstellenleitung, einen zweijährigen professionell unterstützten Organisationsentwicklungsprozess: WIR SIND PEP. Das ganze PEP-Team wurde in diesen Prozess miteinbezogen. Vorstand, Fachstellenleitung, Angebotsleitungen, Teams und Sachbearbeiterin setzten sich mit Fragen auseinander wie:
Für was steht PEP, welche Vision hat PEP, wie sieht die PEP-Identität aus, für was stehen Vorstand, Fachstellenmitglieder und Teams ein?
Neben einem umfassenden Massnahmenplan, wurden eine neue Vision (1) und eine Identität (2) entwickelt:
(1) Eine Welt, in der Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ein positives Körper- und Selbstwertgefühl entwickeln.
(2) Der Verein PEP setzt sich schweizweit für die Prävention von Essstörungen, die Förderung von psychischer Gesundheit und genussvollem, ausgewogenem Essen ein.
2020: Bewegung in die richtige Richtung
Die Aufgaben aus dem Massnahmeplan wurden in den darauffolgenden Jahren mit Unterstützung einer externen Fachperson bearbeitet und so weit möglich umgesetzt. Immer vor dem Hintergrund der begrenzten personellen und finanziellen Möglichkeiten und der damit verbundenen Zeit und Geduld für die Weiterentwicklung der Fachstelle und des Vereins. Die Fachstellenleitung erhielt mittels eines Coachings die Möglichkeit, sich im Zusammenhang mit der professionellen Führung der Fachstelle weiterzuentwickeln. Verein und Fachstelle konnten damit zunehmend professioneller arbeiten. Der auf Sophie Frei nachfolgende, heutige Vereinspräsident Beat Furrer unterstützte und begleitete den Entwicklungsprozess der Fachstelle PEP auch in den kommenden Jahren.
Mit dem Festlegen von Strategiezielen durch den Vorstand wurde ein weiterer, wichtiger Schritt gemacht. Leider wurde der Vorstand des Vereins PEP in den letzten Jahren seiner Arbeit immer wieder zurückgeworfen, weil Vorstandmitglieder aus gesundheitlichen oder familiären Gründen zurücktreten mussten. Neue Vorstandsmitglieder zu finden und diese einzuarbeiten, sind grosse Herausforderungen, denen sich Verein und Vorstand jedoch immer wieder stellen.
2026: Geburtstag – 20 Jahre Verein PEP
In diesem Jahr feiert der Verein PEP sein 20-jähriges Bestehen! Wir sind stolz auf das Erreichte: Wir sind zu einer professionellen Organisation herangewachsen, sind Ansprechpartner für Organisationen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung, setzen inhaltlich anspruchsvolle Angebote erfolgreich um, haben einen neuen Webauftritt und entwickeln uns laufend weiter! WIR SIND PEP.
>> Weitere Informationen über uns und die Angebote von PEP.